globalBEAT sind ganz eindeutig Jazz-Rocker, aber irgendwie klingen sie anders, frischer, funkiger. Es ist der Hang zu anderen, „fremden“ Einflüssen, der ihre Musik so spannend macht.

Dabei setzen globalBEAT fast ausschließlich auf Eigenkompositionen, die die unterschiedlichen Einflüsse aus verschiedenen Musikstilen widerspiegeln. Nicht weniger als zwölf Saiten hat der Chapman-Stick – und Christian Becker beherrscht sie scheinbar mühelos. Mal begleitend als rhythmischer Bass, mal Ton angebend in nahezu sphärischen, elektronisch verzerrten Klängen setzt Becker den Chapman-Stick innerhalb des Trios geschickt ein – und zeigt in faszinierenden Soli die ganze Klangbreite seines außergewöhnlichen Instruments.

Auf ihrer brandneuen Studio-CD „try again“ klingt dann auch kein Stück wie das andere. So vielseitig, wie Thomas Middendorf sein Schlagzeug in Szene setzt, mal dezent-begleitend, mal prominent-fordernd, ist allein schon das dynamische Rückgrat des Trios ein echter „Hinhörer“. Akustisch mit der Cajon, deren „Holzkisten-Aussehen“ nicht vermuten lässt, zu welchen Tönen sie fähig ist, wird der Sound des Trios reduziert – und bleibt auf diese Weise nicht nur erfrischend anders, sondern offenbart auch gerade hier das ganze Können der drei Musiker.

Ein Können, das globalBEAT mittlerweile zu einer festen Größe bei der renommierten Soester Jazznacht und der bekannten „Night of Music“ gemacht hat. Es sind die unerwarteten Klänge, die Überraschungsmomente, mit denen globalBEAT überzeugen: Plötzlich erklingen Walgesänge aus der E-Geige, die noch einen Moment zuvor glauben ließ, man wäre auf einem Irish-Folk-Konzert. Klaus Görgner demonstriert mit seiner Geige eine ganz eigene Wandlungsfähigkeit – klassisch, geradezu virtuos in dem einen Moment, klingt sie nur eine Sekunde später verspielt-frech und lädt schon im nächsten Moment zum Träumen ein.

Treffen Sie globalBEAT am 8. Mai um 20.00 Uhr im Kunstraum Unna. Wir freuen uns auf Sie!

Ilona Hetmann

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